Mann bleibt Mann auch im Rock


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Erfahrungen

Welcher Rock denn nun?

Strumpfhosen mit Wehmutstropfen

Vielfalt der (F)SH

Schicke FSH contra lange Unterhosen

FSH sogar als Sportkleidung

Feinstrümpfe unterschiedlicher Länge

Feinere Schuhe und solche mit Absatz

Tragekomfort und Optik bei Absatzschuhen

Schuhe am Mann müssen nicht derb sein

Stiefel und knielange Röcke am Mann

Geschlechtsspezifische Preise?




Reaktionen

Meine Partnerin

Eigene Kinder

Eltern und Verwandtschaft

Freunde und Bekannte

Arbeitskollegen und der Chef

Die Öffentlichkeit

 

 

Erfahrungen

 
ganz nach oben...  Welcher Rock denn nun?

In den letzten zwei Jahren habe ich so einiges an Röcken zusammengekauft, teilweise echte Schnäppchen, teilweise Fehlkäufe, mal günstig und auch zum normalen Preis. Inzwischen besitze ich so ca. 15 Stück, mehr kurze als lange. Einige habe ich auch wieder zurückgebracht, wenn sie sich zuhause dann doch als Fehlgriff erwiesen.

Ich kann momentan klar für mich sagen, dass ich knielange Röcke eindeutig bevorzuge, weshalb die hauptsächlichen Trage-Gelegenheiten wohl nicht im Winter sein werden. Bei bodenlangen Röcken schlabbert mir oft genug einfach zuviel Stoff zwischen meinen Beinen herum, was ich dann doch als eher hinderlich empfinde.

Folgende Kriterien gelten bei mir stets aufs neue:
  • Ein Rock muss mir mehr oder zumindest genauso viel Bewegungsfreiheit im Schritt und an den Beinen bieten, wie es von meinen Hosen kenne. Kandidaten mit zu engem Schnitt oder aus unnachgiebigem Stoff kommen bei mir nicht in Frage. Gleiches gilt für jene Modelle, deren Futter beim Gehen sonst wohin rutscht, oder bei denen trotz elastischem Obermaterial irgendetwas anderes keine vernünftig grosse Schrittlänge erlaubt.

  • Ein Rock muss für mich genauso robust und pflegeleicht sein, wie meine Hosen auch. Ich habe keine Lust, künftig deutlich mehr Zeit für das Bügeln von Rockfalten o.ä. aufzuwenden, und auch meiner Frau werde ich dies nicht aufbürden. Auch mit einem Rock will ich mich z.B. auf eine Bank setzen können, ohne erhöhte Sorge wegen Flecken, Löchern etc. haben zu müssen.

  • Ein Rock muss in seiner Art ziemlich schlicht sein, wobei auch Muster sicher OK sind. Besondere Verzierungen, Schleifchen oder Glitzersteinchen überlasse ich jedoch gerne den Damen und erfreue mich am Anblick, wenn ich solche Röcke an ihnen sehe.

  • Ein Rock muss zudem am besten mehrere Taschen, einen nicht zu breiten Gürtel und vorne einen Reissverschluss haben... erst dann bin ich zum Kauf bereit. Modelle, die den o.a. Kriterien nicht oder nur teilweise genügen, kaufe ich höchstens zum Ausprobieren, sofern sie zum Schnäppchenpreis angeboten werden (wie nebenstehender Cordrock).

 
Absolut tauglich fürs Büro...

Ein Schnäppchen mit viel Beinfreiheit...

 

 

ganz nach oben...  Strumpfhosen mit Wehmutstropfen

Ich finde, dass der Genuss einen Rock zu tragen, also dieses wunderbare Gefühl der Luftigkeit im Schritt, durch (Fein-)Strumpfhosen leider etwas getrübt wird.

Ich sage das deshalb, weil ich (F)SH grundsätzlich als geniale Kleidungsstücke sehe und diese mindestens so gern selber anziehe, wie sie mich zum Hingucken auf ein hübsch verpacktes Frauenbein reizen.

Insofern bin ich selbst nicht glücklich darüber, dass die durch den Rock erworbene Freiheit "zwischen den Beinen" beim zusätzlichen Tragen einer (F)SH wieder etwas verloren geht. Mann ist dann nämlich bzgl. seines besten Stückes wieder enger eingepackt... Schade!

Inzwischen habe ich wohl mehr (F)SH als meine Frau. Über verschiedene Farben, Dicken und Qualitäten und von den klassischen Nylons bis hin zur Netz- oder auch Strickstrumpfhose ist alles vertreten. Letztere sehe ich z.B. auch als Alternative zum schlabberigen Jogging-Anzug.

(Fein-)Strumpfhosen werden unsinnigerweise meistens mit dem Prädikat "Damen" angeboten. In seltenen Fällen gibt es spezielle Exemplare für den Herrn. Aber wozu? Ich kann da keinen Unterschied feststellen, und die Auswahl ist gross genug, sofern Man(n) sich traut zuzugreifen.

 

 

 

ganz nach oben...  Vielfalt der (F)SH

Es gibt (F)SH, die eine sehr glatte Oberfläche haben, und es kommt mir so vor, als ob sich diese auch nicht so warm anfühlen.

Die glatte Oberfläche bewirkt, dass Stoffe von Hose oder Rock nicht am Bein "kleben", was das Tragen viel angenehmer macht.

Ich kenne aber auch den Effekt (in Kombination mit einem sehr glatten bodenlangen Rock), dass ich damit z.T. sogar fast langsam vom Bürostuhl rutsche... - ein störender Umstand.

(F)SH mit rauherer Oberfläche fühlen sich meiner Meinung nach wohliger an, ich trage sie jedoch selbst im Winter nur ungern unter Hosen, denn dann sind sie gleich wieder zu warm einerseits und andererseits haften die Stoffe ziemlich "klebrig" aneinander.

Zu einem weiter geschnittenen Rock bei kälterer Jahreszeit jedoch finde ich sie angenehm zu tragen.

 
Alternative zum Jogginganzug: Eng anliegende Strumpfhose!

 

 

ganz nach oben...  Schicke FSH contra lange Unterhosen

Nein, von den langen Unterhosen gibt es kein Bild, denn diesen Anblick möchte ich dem Leser ersparen.

Aber ein Wort noch zu langen Unterhosen:
Ich hatte welche und mochte diese nie. Ich habe keine Ahnung, wer diese Dinger mit so bescheuerten Maßen herstellt.

Zumindest ich habe immer den Eindruck, dass einem der Zwickel statt im Schritt halb in den Kniekehlen hängt, was die Beweglichkeit drastisch einschränkt.

Ich persönlich finde (F)SH um Dimensionen angenehmer zu tragen, gerade auch wegen ihrer Oberfläche und enormen Elastizität, und auch von der Optik her wirkt eine lange Unterhose auf mich viel eher plump.

 
Netze fand ich schon immer toll...

 

 

ganz nach oben...  FSH sogar als Sportkleidung

Ich treibe regelmäßig Sport und vor dem Training an den Geräten wärme ich mich durch Teilnahme an einer Aerobic-Stunde richtig auf.

Jene Gymnastik mit vielen tänzerischen Komponenten ist anstrengend und schweißtreibend, was mich lange nach der richtigen Kleidung suchen ließ.

Inzwischen habe ich sie auch gefunden:  Sowohl Oberteil wie Hose (eine blickdichte, mind. 70-80den FSH ohne Fuß, also eine Leggings) sind aus jenem genialen Material, welches den Schweiß eben gerade nicht aufsaugt und nicht am Körper hält, also ein Auskühlen verhindert.

Der große Vorteil liegt für mich zudem in der großen, uneingeschränkten Beweglichkeit, denn am Bein klebende, feuchte Jogginghosen finde ich ätzend, weil bestimmte Tanzbewegungen damit viel schwerer auszuführen sind.

 
Ich fühle mich beim Sport sauwohl in dieser Kleidung!

 

 

ganz nach oben...  Feinstrümpfe unterschiedlicher Länge

Meine Beobachtungen bzgl. FSH gelten sinngemäß auch für Feinstrümpfe, von denen ich zwar auch eine Menge besitze, diese aber viel seltener trage. Letzteres liegt wohl daran, dass ich den Hauptverwendungszweck von Feinstrümpfen in der Tragekombination zu "feineren" Schuhen oder solchen mit Absatz sehe.

Feinstrümpfe sehen "chic" aus und stellen für mich eine Ergänzung dar zu unterschiedlich dicken Socken. Manchmal passen je nach Witterung/Temperatur und gewähltem Schuhwerk die normalen Socken eben nicht so recht dazu, und dann sind Feinstrümpfe als Alternative einfach prima.

In der Variante als Feinkniestrumpf sind sie zudem ein sinnvoller Mittelweg zwischen Socke und einer (F)SH. In der Ausprägung als Feinsocke habe ich sie manchmal im Sommer in Sandalen getragen, wenn ich aus welchen Gründen auch immer den Eindruck hatte, dass es angenehmer ist und weniger scheuert. Sie sind dann einfach wie eine zweite schützende Haut.

 
Also ich finde es einfach chic...



Lange hautfarbene Feinstrümpfe...

 

 

ganz nach oben...  Feinere Schuhe und solche mit Absatz

Mit eben jenen "feineren" Schuhen bzw. welchen mit Absatz ist es nun so eine Sache.

Ich meine damit nicht die ultra-schrillen Pumps oder super-verzierten Riemchen-Stöckelschuhe mit Pfennigabsatz, sondern eher schlichte Schuhe mit mittelhohem Absatz, die es aufgrund der leidigen Kleidungsbeschränkung für Männer eben nicht zu kaufen gibt. Also kriegt man(n) sie leider nur in der Damenabteilung, und dort oft nicht in der benötigten Größe, denn meistens ist bei Nr. 41 Schluss.

Meiner Erfahrung nach haben ähnlich viele Menschen ihre Probleme damit, einen Mann in solchen Absatzschuhen zu akzeptieren, wie es für Röcke, (F)SH und andere Kleidung vermeintlich weiblicher Zuordnung auch gilt. Ein Mann wird damit oft als Tunte, Schwuler oder Transvestit abgestempelt, bzw. gilt einfach als "nicht ganz dicht".

Dieser Effekt, sofort in eine jener Schubladen gesteckt zu werden, ist verstärkt zu beobachten, wenn Man(n) bei seiner Bekleidung eine Kombination wählt, die z.B. zusätzlich zum Rock eben auch noch aus (F)SH besteht und dann - sozusagen als i-Tüpfelchen - abgerundet wird durch dazu passende feinere Schuhe mit Absatz.

 
Absatzschuhe zum Cordrock, hier noch ohne passenden Gürtel...

 

 

ganz nach oben...  Tragekomfort und Optik bei Absatzschuhen

Ich habe vor einigen Jahren meine wohl einzigen ziemlich klobigen Treter mit grobem Profil gekauft, weil sie mir spontan gefielen und ich fühle mich trotz ihres sehr hohen Gewichtes und ihrer Festigkeit/Starre wohl darin. Diese Schuhe ziehe ich gerne an - aber lieber zu Hosen.

Natürlich habe auch ich die Erfahrung gemacht, dass höhere Absätze unbequemer sind und ich will meine Füße ja nicht ruinieren. Da ich jedoch nur selten solche Schuhe trage und dann nur für kurze Zeit, ich also keinen Tagesmarsch durch die Stadt mache, suche ich hier fallweise den Mittelweg zwischen Optik und Tragekomfort.

Ich meine, die Frauen machen es im Grunde auch nicht anders (auch wenn einige uns Männern zuliebe solche Schuhe öfter und länger tragen, als gut für sie ist).


 
Sind klobige Treter besonders männlich?


Sind feinere Absatzschuhe besonders weiblich?

 

 

ganz nach oben...  Schuhe am Mann müssen nicht derb sein

Es ist zu hören (und zwar von weiblicher Seite), dass ein Mann im Rock zwar ganz passabel aussähe, aber eben nur mit "männlich-derben" Schuhen.

Auf mich wirkt diese Quasi-Forderung bzw. Prämisse nicht nur wie ein unzulässiger Übergriff bzgl. Kleidungsfreiheit und Selbstbestimmung, sondern ich meine auch, dass "derb" und "männlich" nicht zwingend zusammengehören. Oft genug wären "feinere" oder auch ganz normale (Männer-)(Halb-)Schuhe besonders zum Rock die stimmigere Wahl.

Aus den zuvor genannten Gründen bin ich inzwischen dazu übergegangen, meine wenigen Paar Absatzschuhe eben nur zu Hosen zu tragen, wobei sie auch dann nicht überall dazu passen. Dort muss ich genauso auf Art, Schnitt und Länge der Hose achten, denn zu einer sportlichen Teflonhose mit Zippern an diversen Stellen sehen Schuhe mit Absatz auch jenseits einer Zuordnung "männlich" oder "weiblich" einfach nicht so gut aus.
 
Herrenhalbschuhe sind schon ok...

...aber Absatzschuhe sind oft schöner!

 

 

ganz nach oben...  Stiefel und knielange Röcke am Mann

Meine ersten hohen Schaftstiefel habe ich noch nicht lange. Gerade in der Kombination mit knielangen Röcken sieht man saisonal viele Frauen damit, und es sieht wirklich klasse aus. Aber wie steht es damit beim Mann?

Nach meinen Beobachtungen in den Geschäften kam ich zum Schluss, dass Stiefel für Männer seltenst so hoch sind, wie vergleichbare Modelle aus der Damenabteilung.

Auch hier gilt für mich wieder, dass ich keinen Wert lege auf diverse Verzierungen, Glitzersteinchen oder schräge Farben; dafür ist mir mehr das Profil wichtig.

Es war eine lange Suche, bis ich schwarze schlichte Stiefel mit halbwegs vernünftiger Sohle fand, in deren Schaft ich auch meine Unterschenkel hineinbekomme - da ist nämlich meistens zu wenig Platz, denn meine Waden sind halt sehr muskulös.

Die Stiefel auf dem Bild rechts sind übrigens aus ganz normalem Glattleder, also nicht etwa Lack. Sie glänzen einfach nur noch sehr neu...

 
Diese Kombination finde ich echt klasse!

 

 

ganz nach oben...  Geschlechtsspezifische Preise?

Beim Preisvergleich fällt mir zudem auf, dass es günstige Stiefel in der Damenabteilung oft ab 30-50 Euro zu kaufen gibt, wogegen die den Männern zugedachten Exemplare das fünffache kosten. Der Preisunterschied liegt - so hoffe ich - an der Qualität, denn man(n) kauft sich nicht jeden Winter neue günstige Schuhe, sondern trägt sie eben länger.

Da ich selber knielange Röcke den bodenlangen vorziehe, habe ich verstärkt nach passenden Stiefeln gesucht, denn Halbschuhe im Winter wirken (ob mit oder Strumpfhose) in meinen Augen dann doch irgendwie nicht ganz konsequent zuende gedacht, von der Sinnhaftigkeit je nach Temperatur und Witterung mal ganz abgesehen.

Beim ersten Trageversuch war ich dann noch angenehmer überrascht, als ich erwartet hatte. In Kombination mit meiner Winterjacke, einer warmen Strumpfhose und mit schwarz-grau gemustertem Winterrock sowie den Stiefeln war mir trotz Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt überhaupt nicht kalt und ich fühlte mich pudelwohl.
 
In Kombination mit meiner Winterjacke...

 

 

 

 

Reaktionen

 
Für mich sind hier drei ganz unterschiedlich wichtige Bereiche zu nennen:
  • Die nächsten Angehörigen und Freunde bzw. der Bereich der Freizeit;
  • Das berufliche Umfeld bzw. der Bereich der Arbeit;
  • Die Öffentlichkeit, also mehr/weniger bekannte oder fremde Personen.

 

 

ganz nach oben...  Meine Partnerin

An vorderster Stelle steht hier meine Partnerin, denn sie will ja den Mann in mir, was ihr gutes Recht ist, und was ich auch verstehe. Den Mann in mir will ich ihr ja auch keineswegs vorenthalten.

Vielmehr geht es darum, wie ich mich nach außen hin sichtbar "verpacke", wobei ich doch innen drin immer der selbe bin, mit allen Seiten, die meine Person einzigartig machen.

Ich möchte mit ihr viel sprechen, auch über das Thema der Kleidung und Wirkung, und ich bin nach wie vor guter Hoffnung (nein, nicht schwanger!), dass gegenseitige Achtung voreinander und Liebe zueinander eine tragfähige Basis bilden, auch für eine Kleidung entgegen dem Mainstream.

Mit meiner letzten, langjährigen Lebensgefährtin war das auch teilweise möglich, selbst wenn man die Akzeptanz zum Thema "Rock am Mann" gewiß als "noch ausbaufähig" beschreiben kann... :-)
 
Ich fühle mich als Mann, auch in so einem Rock!

 

 

ganz nach oben...  Eigene Kinder

Schwieriger noch als in bezug auf meine Eltern und Schwiegereltern gestaltet es sich, meinen eigenen Kindern im Rock gegenüber zu treten.

Ich habe zwei Söhne, die mitten in ihrer Pubertät stecken und z.B. einen Rock am Mann eindeutig und klar formuliert ablehnen. Daran ändert zumindest jetzt auch kein Hinweis auf die Männerrock-Bewegung oder spezielle Schneider etwas.

Heißt das nun, dass ich nun noch für einige Jahre mich gerade zuhause diesbezüglich verstecken muss?

Ich bin der Meinung, dass dem nicht so ist, denn mein Ziel ist es, die Kinder zur gelebten Toleranz zu erziehen. Hilfreich empfinde ich es dabei, dass mein jüngerer Sohn voll auf Bundeswehrklamotten steht und ich hier ebenfalls tolerant bin, sofern er nicht ausschliesslich im Tarnanzug herumsaust.

Also gleiches Recht für alle...

 
Der Rock hat ja fast schon Tarnfarbe...

 

 

ganz nach oben...  Eltern und Verwandtschaft

Eltern, Schwiegereltern und auch die nähere bzw. weitere Verwandtschaft sind bisher am wenigsten "informiert" über meine zeitweilig ungewöhnliche Kleidung.

Meine Eltern überraschte ich im Sommer im Biergarten im luftigen Leinenrock von Anders/Landinger... und es war ihnen nicht so angenehm, denn es gab abwinkende Gesten im Sinne von "du liebe Güte, ich verstecke mich gleich und kenne Dich besser nicht".

Zugegeben, ich habe sie auch ein bisserl überrumpelt damit, aber ich wollte es ja auch nicht erst ankündigen, denn es soll ja etwas Normales und keine Attraktion sein. Ich nehme mal an, dass sich wohl damit abfinden werden (müssen), so wie ich mich mit ihrer Reaktion abfinden muss.

 
Mein Lieblings-Sommerrock, einfach super!

 

 

ganz nach oben...  Freunde und Bekannte

Neulich war ich übrigens erstmals im langen Jeansrock bei einer befreundeten Familie zu Gast, zusammen mit Frau und Kindern.

Deren Sohn im Teenageralter meinte zwar sofort und ziemlich direkt, es sähe besch... aus, aber das war und ist mir egal, ihm muss es ja nicht gefallen.

Unsere Bekannte bot jedoch sogar an, mir mal einen Rock selber zu nähen, als wir so über die Stilfrage und Einkaufsprobleme sprachen.

Ich fand das ein sehr schönes Angebot, auch im Sinne einer Akzeptanz dem "Rock am Mann" gegenüber. Mal sehen, vielleicht komme ich ja noch dankbar darauf zurück...

Ihr Mann hat sich dazu nicht wirklich geäußert und ich habe dann auch nicht weiter gebohrt. Unserer Freundschaft sollte der Rock jedenfalls nicht schaden.

Ich habe mich jedenfalls an diesem Abend sehr wohl gefühlt und das hat man sicher gemerkt.

 
Ein Modell vom Schneider über ebay...

 

 

ganz nach oben...  Arbeitskollegen und der Chef

Arbeitskollegen und dem Chef bin ich im Büro (eine Softwarefirma) schon im Rock begegnet, sogar bei ein paar internen Feiern, wo sich nicht jeder hinter dem Schreibtisch verschanzt.

Die ersten Male passierte rein gar nichts, wobei ich einen knielangen schwarzen Jeansrock bzw. beigen Leinenrock trug, später dann hatte ich einen edlen bodenlangen Rock von Anders/Landinger an.

Während ein Kollege meinte, im Sommer einen Rock als Kleidung am Mann durchaus nachvollziehen zu können, hielten sich die meisten sehr bedeckt; keinerlei Fragen, kein Kommentar, keine Reaktion. Nun, keine Antwort ist auch eine Antwort.

Kurz vor der anstehenden Weihnachtsfeier kam dann von einem Kollegen doch ein Statement, denn wir zehn Mitarbeiter (nur eine einzige Frau dabei) wollten zum Griechen in die Münchner Innenstadt.

Jener Kollege bat mich dann, bitte in Hose zu erscheinen, denn er wolle in diesem Szenelokal nicht zusammen mit mir im Rock gesehen werden...

Ich habe mir meinen Teil dazu gedacht und ihn locker aber freundlich lächelnd als stockkonservativen Spiesser und Angsthasen bezeichnet.

Zur Weihnachtsfeier bin ich dann in der Hose, denn ich habe es nicht für nötig befunden, hier provokant zu trotzen. Andere mögen das vielleicht als "kneifen" sehen, mir ging es aber mehr um ein langfristiges Weiterkommen in meine Richtung.

Da ein Rock bei mir im Büro bisher noch eher die Ausnahme ist, konnte es also zu diesem Anlass auch eine Hose sein.

Meine Ziele werde ich deswegen genauso weiterverfolgen und kann mir sehr gut vorstellen, dass sich auch jener Kollege schon noch daran gewöhnen wird...

 
Robuster Baumwollrock, einfach genial...

Mein edelster Rock, einer von Anders/Landinger...

 

 

ganz nach oben...  Die Öffentlichkeit

Hier unterscheide ich natürlich, wo ich wie auftrete, und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben. Wenn schon mein Sohn einen Rock an mir nicht mag, dann werde ich (auch ohne dass er das exlizit so aussprechen müsste) z.B. natürlich nicht zum Elternabend im Rock aufkreuzen.

Sinngemäß Vergleichbares gilt für Anlässe, wo meine Frau jene ungewöhnliche Kleidung an mir "offiziell" mal nicht gut findet, was meistens an ganz anderen Dingen und auch der Tagesform liegt, denn sie wie ich sind ja nicht immer gleich "gut drauf". In solchen Situationen muss ich nicht unbedingt meinen Kopf durchsetzen.

Abgesehen davon fand ich aber Unternehmungen in besonderem Outfit gerade in einer breiten Öffentlichkeit (und in der Anonymität einer Großstadt wie z.B. München) immer besonders leicht und angenehm. Meiner Erfahrung nach ist es den meisten Fremden völlig wurscht, was ich anhabe, was ich jedoch wie folgt differenzieren möchte:
  • Kleine Kinder (so bis 3 Jahre) gehen noch völlig unbelastet damit um.

  • Welche im Kindergarten- oder Grundschulalter schauen zwar neugierig und auch verwundert, es ist aber noch relativ leicht, ihnen die erstrebte Vielfalt in der Bekleidung zu erklären.

  • Größere Kinder und Teenager bilden die Gruppe, die sich am klarsten durch Kommentare zumeist dagegen aussprechen. Letzteres ist in diesem Alter aber nicht verwunderlich, und ich beabsichtige nicht, hier missionarisch tätig zu werden.

  • Erwachsene Frauen (egal ob jünger oder älter) reagieren zu unterschiedlich, um das hier in wenigen Worten über einen Kamm scheren zu wollen. In vielen Köpfen spuken die bekannten Vorurteile herum, ich selbst habe aber nur wenige eindeutig positive oder negative Äußerungen vernommen.

  • Erwachsene Männer jeden Alters hingegen schauen mehr oder weniger verstohlen kurz hin und schnell wieder weg, verkneifen sich zumeist irgendwelche Regungen. In seltenen Fällen habe ich auch dumme Machosprüche gehört von eher jungen Männern, sie sich selber besonders toll finden.

 

 

 

 

 

 
     

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