Mann bleibt Mann auch im Rock


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Standard-Garderobe

Fasching als willkommener Anlaß

Verkleidung ist nicht die Lösung

Experimente ohne Maske

Streben nach Kleidungsfreiheit

Achtsamkeit bzgl. der Wirkung

Meine neuesten Modelle

 

 

Entwicklung

 
 
Entwicklung... etwas scherzhaft
 

 

 

ganz nach oben...  Standard-Garderobe

Mehrere Jahrzehnte lang habe ich mich gekleidet wie die meisten andere Männer auch. Ich besaß die üblichen und oft langweiligen Kleidungsstücke nach Herren-Standard in immer den gleichen Farbtönen: Blau, Braun, Grau und Schwarz.

Wenn ich mir Kleidung kaufte, dann oft mehrere gleiche Hosen, Hemden oder T-Shirts auf einmal, und es war ja auch bequem, nicht für den nächsten Tag überlegen zu müssen.

Im Winter war ich "cool", indem ich männlich in meinen Jeans gefroren habe und Handschuhe, Mütze und Schal trug ich erst bei satten Minusgraden.

Im Sommer habe ich mir dann (ordentlich als Mann gekleidet) regelmäßig einen abgeschwitzt, ein paar Jahre lang sogar im Anzug bzw. mit Jacket und Krawatte. Kurze Hosen und Sandalen sahen in meinen Augen unmöglich aus, also gab es nur geschlossene Schuhe zu meistens langen Hosen.

Irgendwann wurde ich dann klüger.
 
Mit Jeans und Jacket wie immer.

 

 

ganz nach oben...  Fasching als willkommener Anlaß

Im Fasching 2004 kam ich dann auf die Idee, mich einmal komplett als Frau zu verkleiden.

Damit bot sich die Gelegenheit, mal einen Tag lang draussen in der Öffentlichkeit mit Rock, Strumpfhose und Absatzschuhen herumzulaufen. Und ich habe es so richtig krachen lassen: Mit Minirock, Netzstrumpfhose und HighHeels.

Damit alles zusammen passte, hatte ich mir für ein paar Euros noch ein paar Accessoirs sowie ein Oberteil besorgt, nicht zu vergessen die für meinen Zweck notwendige Perücke.

Im Hertie habe ich mich dann von den Damen in der Kosmetikabteilung dort schminken lassen, was sie mit viel Freude getan haben, und was nach reichlich Spass auch entsprechend perfekt gelungen ist.

Und da war es nun, das Outfit: Schrill und Vamp-mäßig... und es hat so gut ausgesehen, dass sogar Passanten Fotos machen wollten...
   
Im Fasching 2004 mal als Vamp!

 

 

ganz nach oben...  Verkleidung ist nicht die Lösung

Ich habe diesen Tag genossen.
Tagsüber war ich in der Münchner Innenstadt und abends dann noch auf einem Ball. Und weil es ein schönes Erlebnis war, habe ich es dann im Fasching 2005 gleich nochmal gemacht und fand es wieder sehr lustig.

Doch mir wurde nach und nach klar, dass alles darum herum letztlich Verkleidung war. Es war ein Gag, es war nett, und ich kann mir gut vorstellen, noch ein paar mal Freude daran zu haben.

Aber es war eine Vekleidung, so dass ich quasi inkognito unterwegs sein und mich unter Perücke und Schminke verstecken konnte. Ich musste auf diese Weise nicht offen zeigen, dass mir Röcke, Feinstrumpfhosen und Absatzschuhe gefielen.

Ich war nicht offen, ich war nicht ich selbst, und beides hinterließ ein unbefriedigendes Gefühl.

Warum zum Kuckuck soll es nicht möglich sein, als Mann zur Abwechslung mal anders gekleidet zu sein?
   
Mal ganz anders: Winterrock mit Absatzschuhen.

 

 

ganz nach oben...  Experimente ohne Maske

Zwischen diesen beiden Faschings-Events habe ich dann sogar einmal unter dem Jahr auf die Fassade "Karneval" bewußt verzichtet. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt, wenn ich so gekleidet in der Öffentlichkeit auftrete.

In einem weiteren Experiment habe ich dann Perücke und Schminke weggelassen und bin nur mit Minirock, schwarz-silbernem Oberteil, Feinstrumpfhose und Absatzschuhen in die Münchner Innenstadt zum Einkaufen gefahren, was sicher provokativ war.

Einige Leute haben verdutzt geschaut, viele hat es nicht interessiert, aber eine Frau hat sogar gemeint, es sähe sehr chic aus. Ich habe mich natürlich darüber gefreut, doch das alles war immer noch nicht das, was ich wollte.

Zudem haben ich auch Arten von Aufmerksamkeit erhalten, die mir absolut nicht angenehm waren, und die mich sehr genau überlegen ließen, worauf es mir wirklich ankommt. So gesehen lieferten diese Experimente wichtige Erkenntnisse, für die ich dankbar bin.
   
Provozierend... ich geb's ja zu.

 

 

ganz nach oben...  Streben nach Kleidungsfreiheit

Wohin hat mich bis jetzt nun mein Streben nach mehr "Kleidungsfreiheit auch beim Mann" geführt?

Nun jedenfalls bin ich definitiv keine Tunte oder Transvestit, weder transsexuell noch schwul. Aber sicher bin ich etwas ungewöhnlich und dazu stehe ich.

Ich lebe und arbeite ganz normal, liebe meine Frau und die Kinder, und bestimmte Kleidungsstücke üben auf mich immer noch einen besonderen Reiz aus, daran hat sich auch in den letzten 20 Jahren nichts geändert. Wenn man das als meinen Fetisch bezeichnen will, dann soll es so sein.

Ich kann mir gut vorstellen, auch in den nächsten Jahren jeweils gegen Ende der Faschingszeit mal wieder "top" gestylt unter die Leute zu gehen.

Und dennoch ist das etwas, was nicht mit meinem wirklichen Ziel verwechselt werden sollte. Ich will mich nicht verkleiden und verstecken, sondern im Gegenteil: Ich will zeigen, wer und wie ich wirklich bin.
   
Das Muster gefällt mir einfach!

 

 

ganz nach oben...  Achtsamkeit bzgl. der Wirkung

Inzwischen bin ich sehr wählerisch geworden und das Gesamterscheinungsbild ist mir wichtig. Hierfür hole ich auch gerne die Meinung einer Frau ein.

Ich habe festgestellt, wie unbequem Absatzschuhe tatsächlich sein können. Aber ich habe es selbst erfahren und nicht nur eine Meinung übernommen. Ich weiß, wie es sich anfühlt, in Pumps eine Treppe hinab zu steigen oder auch mal eine längere Strecke zu gehen und ich bin stolz darauf, diese Erfahrungen gemacht zu haben.

Und dennoch bin ich weiterhin der Ansicht, daß zu einem bestimmten Outfit Schuhe mit höheren Absätzen einfach schicker aussehen. Da solche Schuhe für Männer zumeist nicht angeboten werden, kommt man um den Kauf von "Damen"-Schuhen nicht herum... oder man läßt es ganz.

Abgesehen von der Absatzhöhe sind Schuhe aus der Damenabteilung zudem oft einfach schöner anzusehen (wobei der Effekt mangelnder Variationsvielfalt ja auch für sonstige Artikel gilt, die den Männern zugedacht werden).
   
Gefällige Kombination: Blau und braun/oliv.

 

 

ganz nach oben...  Meine neuesten Modelle

Nachfolgend zeige ich einige meiner neuesten Modelle, über die ich gerade im Sommer bei höheren Temperaturen sehr dankbar bin, denn es ist einfach luftiger und sieht doch auch im Gesamtbild stimmig aus, oder?

Fast mein schönster Rock: Weiß und weich.

Hellbeiger Sommerrock aus reinem Leinen,
mit Gürtel, Reißverschluß und Taschen.
   
Geeignet auch für die freie Wildbahn: Oliv.

Olivgrüner Sommerrock aus reiner Baumwolle,
mit Gürtel, Reißverschluß und Taschen.

 

 

Superbequem zuhause: Blau und leicht.

Blauer Sommerrock aus reinem Leinen,
zum Wickeln, selbst auf knielänge gekürzt.
   
Superleicht und -luftig: Beige in Bahnen.

Beiger Sommerrock aus ganz dünner Baumwolle,
mit Gürtel, Reißverschluß, aber leider ohne Taschen.
 

 

 

 
     

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